Echte Menschen. Echte Geschichten.
Stories
«Ich hab mich früher nicht mal getraut, beim Coiffeur zu sagen, dass mir der Schnitt nicht gefällt.»
Das Produkt ist einfach zu erklären, weil es logisch ist. Jeder Unternehmer versteht, dass Leute heute auf Google suchen und nicht im Telefonbuch. Ich muss niemanden überreden, ich muss nur die richtigen Fragen stellen: Wie kommen Ihre Neukunden heute zu Ihnen? Haben Sie sich mal selber gegoogelt? Meistens merke
«Ich hatte Betreibungen, keinen Lehrabschluss und einen Kühlschrank, der meistens leer war.»
Ich sag nicht, dass Panther mein Leben gerettet hat, das wäre kitschig. Aber es ist das Erste, was ich in meinem Leben länger als ein Jahr durchgezogen hab. Und das hat alles verändert.
Was ich konkret mache: Ich rufe KMU an – kleine Firmen, Arztpraxen, Handwerker, Restaurants, Kosmetikstudios – und biete ihnen an, ihr Google-Profil professionell zu bewirtschaften. Das heisst: Wenn jemand zum Beispiel «Restaurant Dietikon» googelt, dann erscheint die Firma prominent mit Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungen, allem drum und dran. Die meisten kleinen Firmen haben zwar ein Google-Profil, aber das liegt brach. Da liegt das Potenzial.
Das Schöne daran ist, dass es kein Bullshit-Produkt ist. Ich verkaufe denen nichts, was sie nicht brauchen. Jeder kleine Unternehmer in der Schweiz braucht Sichtbarkeit im Internet, und die meisten haben weder Zeit noch Ahnung, sich selber darum zu kümmern. Da komme ich ins Spiel.
Pro Tag mache ich so zwischen 80 und 120 Anrufe. Das klingt nach viel, aber die meisten sind kurz – entweder erreichst du niemanden, oder du merkst in 30 Sekunden, dass es nicht passt. Die echten Gespräche, wo du dich hinsetzt und dem Gegenüber richtig zuhörst, sind vielleicht 8 bis 12 am Tag. Davon machst du ein bis drei Abschlüsse, je nach Tag.
«Ich wusste nicht was ich will. Ich wusste nur, dass ich nicht nochmal ein Praktikum machen will.»
Der Job ist im Kern simpel: Ich rufe kleine Firmen an und helfe ihnen, bei Google besser gefunden zu werden. Das sind zum Beispiel Yogastudios, Nagelstudios, Fahrschulen, Tierärzte – einfach lokale Firmen, die von Laufkundschaft und Neukunden aus dem Internet leben. Ich erkläre denen, wie Google funktioniert, schau mir mit ihnen zusammen an, wie sie aktuell dastehen, und wenn sie wollen, übernehmen wir das für sie. CHF 200 im Monat.
Was ich cool finde: Es ist kein abstraktes Produkt. Ich kann jedem Unternehmer in zwei Minuten zeigen, warum das Sinn macht. «Googeln Sie mal Ihren eigenen Betrieb – und dann googeln Sie Ihren grössten Konkurrenten.» Das reicht meistens.
Ein normaler Tag: Ich fang um 9 an, telefoniere zwei, drei Stunden am Stück, mach dann eine Pause, und nachmittags nochmal zwei Stunden. Ich mach vielleicht 50 bis 70 Anrufe am Tag. Das klingt monoton, aber jedes Gespräch ist anders. Gestern hatte ich einen Schreiner am Telefon, der mir 20 Minuten von seinen Holzmöbeln erzählt hat bevor wir überhaupt übers Geschäftliche geredet haben. Solche Gespräche mag ich.
